DAS BOOKING

Mit dem immer wieder herbeigeschriebenen Untergang der Musikindustrie geht ja immer auch der herbeigeschriebene Heilsbringer Livegeschäft einher. Dort wird das dicke Geld verdient. Riesentouren, Riesengagen. Der Alltag einer ambitionierten, aber dennoch vom Mainstream weit entfernten deutschen Band hat mit diesen Klischees jedoch nichts zu tun. Durch das Mastering von Basti haben wir nun die finalen Songs. Das gibt uns die Möglichkeit, es ersten externen Interessierten zu zeigen. Und weil man mit dem Booking besser gestern als heute anfängt, benutzen wir das neue Material, um Veranstaltern einen hörbaren Eindruck von Klinke auf Cinch zu vermitteln. Fab leitet das Booking von Analogsoul und bucht in dieser Funktion auch die Releasekonzerte von Klinke auf Cinch. Rund um den Veröffentlichungstag sollen Ende November, Anfang Dezember Konzerte gespielt werden. Warum? Weil Klinke auf Cinch eine Liveband ist, weil man mit keinem anderen Mittel so viel Aufmerksamkeit erreichen kann und der Verkauf von CDs und Merchandise nach den Konzerten den Verkauf im Netz und im Laden um Längen schlägt.

© by IFZS Leipzig

Doch diese Konzerte müssen gebucht werden. Am Anfang steht immer eine Kalkulation. Was kostet die Produktion? Wie viele Leute sind unterwegs, müssen mit Mahlzeiten und Übernachtungen versorgt werden? Was für ein Fahrzeug ist nötig, um Mensch und Equipment zu transportieren? Haben wir die Connection einen Bus zu leihen, müssen wir teuer offiziell mieten oder reisen wir mit eigenem PKW an? Wieviel Sprit verbrauchen wir? Daraus ergibt sich eine Summe, die am Abend umgesetzt werden muss. Hinzu kommen natürlich Anforderungen an den Club und dessen Infrastruktur . Das erste Ziel ist immer coole Konzerte an coolen Orten zu haben und nicht drauf zu zahlen. Es geht darum, Band und Album vorzustellen. Hier seht ihr was mit 400 Euro Gage am Abend ganz schnell passiert, wenn man davon ausgeht, dass der Veranstalter die Übernachtung ermöglicht:

© releasingarecord.de

Danach wird der Zeitraum festgelegt. Geplant sind erst mal 8 Konzerte. Die Band ist zum Teil berufstätig, ihre Musik ist eher Club, als kleines Cafe, also teilen wir die Tour in zwei Blöcke: jeweils Donnerstag bis Sonntag, da sich Montag bis Mittwoch kaum Clubs finden lassen, die überhaupt ihre Türen für ein Konzert öffnen. Wir haben das neue Album auf einem versteckten Link hochgeladen, auf den jetzt Journalisten, Beteiligte und eben Veranstalter zugreifen können, wir haben Kalkulation, technische Anforderungen und einen Zeitraum. Am Montag mehr zum Stand der Dinge und dem Dahinter zum eigentlichen Booking.


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7 Antworten auf DAS BOOKING

  1. Wieland sagt:

    Moin Moin,
    Ich habe da noch ein paar nachfragen:
    Wie viele Plakate lasst ihr drucken? Welche Größe lasst ihr drucken? Wie viele Plakate schickt ihr an pro Veranstaltungsort raus?
    Liebe Grüße,

    Wieland

  2. fab sagt:

    Hey Wieland.
    Wir drucken normalerweise A2 und je nach Tour und Projekt zwischen 250 und 1000 als Erstauflage. Da wird aber je nach Konzertzahl auch später nochmal neu gedruckt oder es gibt ein neues Motiv für eine spätere Tour. Die Veranstaltungsorte werden dann gefragt, wieviel sie haben möchten. Das bewegt sich so zwischen 15 und 100.

  3. Wieland sagt:

    Vielen Dank für die Antwort. Da stellt sich gleich die nächste: Wo lasst ihr drucken? Bei 250 Plakaten kommt man ja meist schon bei 60€ raus und hat dann noch kein Versand.

  4. fab sagt:

    Flyeralarm. Die Kosten sind anteilig für die 4 Konzerte gerechnet (200/1000 Plakaten), 4xPorto.

  5. Wieland sagt:

    Jetzt ist alles klar. Das ist in der Auflistung nicht ganz ersichtlich. Vielleicht wären zwei Spalten mit den Zahlen zu a)kosten für einzelnes Konzert und b)insgesammte Kosten ein bisschen verständlicher.

  6. Pingback: releasingarecord.de - Mastering und Booking - recordJet Blog

  7. Felix sagt:

    400euro für 5 personen für einen abend ist echt schon megawenig

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