DAS MASTERING

In der Kalkulation war es einer der ersten Posten: das Mastering. Sebastian Blume wird diesen überaus wichtigen Schritt übernehmen. Momentan wohnt er in Zürich, ist Tonmeister und hat schon Klassiker durch seine Geräte laufen lassen, z.B. Torchs “Blauer Samt”.

© Yuka Okabayashi

Ein gemeinsamer Freund von Sebastian und uns hat mal gesagt: ,,Du musst dir Basti wie einen deutschen Ingenieur vorstellen, weisser Kittel; erst Beethoven hören und dann chirurgische Eingriffe ins Material.” Stimmt. Aber macht euch selbst einen Eindruck: Wir haben mit ihm via Skype über Mastering gesprochen.

Zur Verdeutlichung hier mal ein A/B Vergleich. Oder besser: Die Vorher-Nachher-Show.

Auch von Sebastian haben wir eine komplette Liste mit dem Equipment bekommen, mit dem er arbeitet. Schaut mal rein. Der Preis, den er hier für Klinke auf Cinch berechnet (600 Euro, 60 Euro je Song), liegt etwas unter dem Marktniveau. Generell gilt: Natürlich geht das immer billiger, z.B. anonym über Flatratemastering im Netz, und natürlich auch viel, viel teurer bei irgendwelchen Koryphäen. Zwischen 50 und 100 Euro je Song sollte man aber in jedem Fall kalkulieren. Die zusätzlichen Spezifikationen für die Vinylherstellung, quasi ein zweites Mastering für Schallplatte, macht Sebastian für lau. Cooler Typ. Und auch wieder: Deadline gehalten. Der Mastering-Ingenieur im Musikbusiness ist ja der Physiker unter den Geisteswissenschaftlern. Hoher Nerdfaktor. Hier mal ein Eindruck, was los ist, wenn Cle und Basti in die Details gehen:

Jetzt braucht es eigentlich erstmal nur eine digitale Version des Covers, dann können
wir das den ersten Leuten zeigen, rumschicken und für den digitalen Vertrieb für iTunes etc. hochladen. Das Cover! Hoffentlich hält Micha den Termin ein. Solang kümmern wir uns um das Booking der Releasetour. Dazu mehr im nächsten Artikel.


Veröffentlicht unter music, team





4 Antworten auf DAS MASTERING

  1. Pingback: releasingarecord.de - Mastering und Booking - recordJet Blog

  2. Susanne sagt:

    Hey :)

    interessant wäre noch zu wissen wie lange Sebastian so im Durchschnitt braucht um einen Song/ das Album zu mastern? Ich als Unwissende in dem Bereich kann mir da zeitlich gerade gar nichts vorstellen..
    Und.. wie läuft es denn dann live? Nähert sich die Band eher der A- oder der B-Versionen der Songs?

    Danke!
    Sue

    • fab sagt:

      Hey Sue.
      speziell bei Klinke auf Cinch war das ein aufwendiger Prozess, der sich über mehrere Wochen hingezogen hat, weil die Jungs immer wieder Sachen verändert und ausprobiert haben. Arbeitet man anonymer und “offizieller” kalkuliert der MateringIngenieur wohl im Durchschnitt eine Stunde pro Song, kann aber für ein frisches Gehör nur wenige Songs pro Tag machen. Bezahlt man dann 100 Euro pro Song, klingt das erstmal viel, ist es aber nicht. Man bezahlt eher das sündhaft teure Equipment und das über lange Jahre erworbene KnowHow eines gut ausgebildeten Facharbeiters. Live wird natürlich auf bestmöglichen Sound Wert gelegt.

  3. cle sagt:

    Hi Sue,
    live versuchen wir natürlich so weit wie möglich an version B heranzukommen. Das ist aber gar nicht so einfach, weil wir ja nicht das fertige Produkt abspielen, sondern live mit unseren Sounds und Effekten spielen. Deshalb haben wir immer einen Tontechniker dabei, der dann zB Resonanzen an die Raumgröße und vor allem Lautstärkenverhältnisse der verschiedenen Klangerzeuger auf der Bühne permanent anpasst.

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